Gruppen - Prüfungsangst
Im Laufe eines Lebens gilt es vielfältige Prüfungssituationen zu bewältigen. Leistungen, die eigene Fertigkeiten und Fähigkeiten widerspiegeln, werden vor anderen erbracht und in der Regel bewertet. Ein gewisses Maß an Aufregung ist dabei normal und sogar förderlich. Problematisch wird es jedoch, wenn ein Übermaß an Erregung vorhanden ist und die Bewältigung der Prüfungssituation dadurch beeinträchtigt wird.
Prüfungsangst im Zusammenhang mit der Überprüfung von Wissen und Fertigkeiten im schulischen und universitären Bereich ist sehr verbreitet. Die Intensität der erlebten Angst hängt dabei u. a. von der Bedeutung des Ergebnisses, dem Kontext der Prüfungssituation und den bisherigen Erfahrungen in ähnlichen Situationen ab.
| Wie äußert sich Prüfungsangst? |
Prüfungsangst wird begleitet von negativen Gedanken, Gefühlen, Körpersymptomen und bestimmten Verhaltensweisen, die miteinander in einer Wechselbeziehung stehen. Immer wieder kehrende Gedanken wie: Hab ich auch genug gelernt? Was wird der Prüfer über mich denken, wenn ich auf seine Frage nicht antworten kann? Ich werde bestimmt versagen! tauchen fast automatisch vor oder während der Prüfung auf. Gefühle der Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit, depressiver Verstimmung und vor allem Angst sind mit diesen Gedanken verbunden. Der Körper reagiert mit Herzrasen, zittrigen Händen und Beinen, flauem Magen und Übelkeit und beschleunigter Atmung. All diese Symptome können zu Verhaltensweisen wie Arbeitsblockaden, Herausschieben der Prüfungsvorbereitung oder unstrukturiertes permanentes Lernen ohne Pausen bis hin zur Vermeidung der Prüfung führen.
| Gründe für die Prüfungsangst |
Die Gründe für die Prüfungsangst können individuell verschieden sein. Es hat sich gezeigt, dass folgende Faktoren für die Genese grundsätzlich von Bedeutung sind:
Ungeeignete Lernstrategien
Unzureichende Stressbewältigung
Motivationsprobleme
Disposition zu Angst (z.B. als Ergebnis traumatischer Prüfungserfahrungen)
Dysfunktionale Erwartungen (Anspruch vs. Kompetenz)
| Bewältigung der Prüfungsangst durch Klinische Hypnose |
Hypnose ist eine sehr wirksame Methode bei Prüfungsangst und anderen Angststörungen. Verschiedene empirische Untersuchungen belegen, dass Prüfungsangst durch Hypnose sehr effektiv und auch langfristig stabil behandelt werden kann (z. B. Saap, 1991; Zeyer, Dürr & Revenstorf, 1992).
| Unser Behandlungsprogramm |
Inhalte
An der Universität Tübingen wurde ein Gruppenprogramm zur Behandlung von Prüfungsangst durch Klinische Hypnose entwickelt. Im Rahmen dieses Programms werden eigene Ressourcen aktiviert und für die Erarbeitung und Umsetzung individueller Problemlöseschritte genutzt. Mit diesen Kraftquellen und Copingstrategien und der Erfahrung imaginativer Bewältigung der Prüfungssituation wird die erlebte Angst und Hilflosigkeit reduziert und das Verhalten vor und während der realen Prüfung positiv verändert.
Ziele
- Reduktion der Angst durch Aufbau von Kompetenzen zur Verringerung der Angst sowohl körperlich als auch emotional.
- Erwerb von Handlungsstrategien, um adäquat in der Prüfungssituation reagieren zu können.
- Über realistische Zielvorstellungen und damit zielgerichtete Motivation verfügen, die Lernbeeinträchtigungen verhindern.
Kursdauer: 5 Gruppensitzungen (je 120 Minuten)
Gruppengröße: 6 – 10 TeilnehmerInnen
Kursgebühr: 150,- €, inkl. Übungs-CD
Die Kosten für die Kurse werden in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen.
Anmeldung
- Anmeldungen bitte schriftlich per Post oder E-Mail.
- Nach eingegangener Anmeldung erhalten Sie von uns Informationen zu aktuellen Kursterminen.
E-Mail: kontakt@meg-tuebingen.de
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